Wir besuchen die Ansbacher Synagoge

Exkursion der 6. Jahrgangsstufe am 10.03.2026

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Im Rahmen der Woche der »Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026« besuchten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen die Ansbacher Synagoge. Herr Biernoth zeigte uns jüdische Symbole und erklärte uns den Synagogenbau. Wir lernten viel über jüdische Riten und Traditionen - und auch darüber, wie diese in der christlichen und muslimischen Tradition aufgenommen und überarbeitet wurden. 

Herr Biernoth informierte uns auch über die Geschichte der Synagoge: 1744-46 erbaut, war sie lange Zeit das Zentrum jüdischen Lebens in Ansbach. Dass die Synagoge die Nazi-Jahre überstanden hat, verdankt sie ihrer eingebauten Lage in der Altstadt. Seit 1964 ist sie kein Raum für Gottesdienste mehr, sondern ein musealer Raum. Sie ist eine der wenigen barocken Synagogen in Süddeutschland, die nach der NS-Zeit noch zu bewundern sind.

Auf das Schicksal der in Ansbach lebenden jüdischen Menschen zur NS-Zeit machten die Stolpersteine auf dem Rückweg zum Platen-Gymnasium aufmerksam. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten sie vor zahlreichen Häusern in der Altstadt. Sie stehen für den letzten Wohnort jüdischer Menschen in Ansbach, ehe sie 1938 die Stadt zwangsweise verlassen mussten. Heute leben wieder einige jüdische Familien in der Stadt.

Jüdische Geschichte und Gegenwart zu kennen, ist gerade in Zeiten des wachsenden Antisemitismus ein wichtiges Thema und Anliegen des Religions- und Ethikunterrichts.

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