Exkursion der 10. Klassen ins Naturwaldreservat Schelm

Das Naturwaldreservat Schelm nahe Weihenzell - Walderlebnis hautnah

Seit 1978 wird in diesem 17,5 ha großen Areal der Wald sich selbst überlassen. Und den dürfen die Schülerinnen und Schüler des Platen regelmäßig hautnah erleben. Nach einer ca. 10-minütigen Busfahrt erreicht man den Rand des Gebietes, wo bereits Förster auf die Gruppe warten. Nachdem  allgemeine Informationen über das Gebiet vermittelt wurden, gehen die Gruppen mit einem Förster zu den Stationen. In der ersten Station untersuchen sie beispielsweise den Boden nach kleinen Lebewesen, wo man Regenwürmer, Schnurfüßler, Asseln und Gemeine Vielfüße findet. An der einer weiteren Station geht es z.B. um die sogenannte Naturverjüngung. In den Wäldern findet auch ohne menschliches Zutun durch die Verbreitung von Samen ein ständiger Verjüngungsprozess statt, d.h. es wachsen neue Bäume nach. Bei dieser Station geht es darum, zu fünf zentralen Punkten in einem Abstand von 10 m die jeweils nächstgelegensten Pflanzen zwischen 20 und 100 cm Höhe zu bestimmen. Dabei ist auffallend, dass sehr viele Bäume der gleichen Art nebeneinander stehen. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass nur die leistungsfähigsten Bäumchen durchkommen sollen und deshalb konkurrieren müssen. Das Thema einer nächsten Station ist Verbiss, hier geht es darum, den prozentualen Anteil des Verbisses an Jungpflanzen zu bestimmen. Ein solcher Wildverbiss kann laut Auskunft der Förster nur durch Jagen verhindert werden. Bei dem Naturwaldreservat Schelm handelt es sich um einen reinen Laubmischwald mit vorwiegend Eichen und Buchen. Neben diesen finden sich auch noch Eschen, Vogelbeeren, Linden, Ahorn und Elsbeere. Es wird deutlich, dass vereinzelt diverse Spinner und Spanner auftreten, verbreitet auch Raupen, alles aber in überschaubaren Größenordnungen. Eine letzte Station tägt den Namen „Totholz“. In einem Naturparkreservat bleiben umgefallene Bäume liegen und dienen als Lebensraum für verschiedene Pflanzen, Tiere, Pilze und Makro- und Mikroorganismen. Diese zersetzen den Baum nach und nach und schaffen so neuen, fruchtbaren Waldboden.

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